Leistungsfach Geschichte im Hauptstaatsarchiv

Rechtspopulistische Parteien und Strömungen haben wieder an Einfluss gewonnen. Der LK Geschichte spürt dessen historischen Wurzeln nach.

Wer die Neue Rechte heute entlarven will, muss die antidemokratische Dynamik der Weimarer Republik kennen. Grund genug für die Schülerinnen und Schüler des Leistungsfachs Geschichte, sich mit dem Rechtspolulismus der Weimarer Republik zu beschäftigen. Was sind Merkmale des Rechtspopulismus? Welcher sprachlicher Mittel bedient er sich?

In einem Workshop des Hauptstaatsarchivs in Ludwigsburg fand die Gruppe bei der Analyse unterschiedlicher Quellengattungen wie Flugblättern oder Zeitungsartikeln Antworten auf diese Fragen. Es wurde deutlich, wie beispielsweise die Verbreitung von Verschwörungstheorien oder emotionsgeladene Sprache zielgerichtet genutzt wurde, um in der Weimarer Zeit bis 1933 die Bevölkerung für rechtes Gedankengut zu gewinnen.

Besonders interessant war es dabei, dass manche Quellen regionalen Bezug hatten und die Landtagswahl in Württemberg von 1932 thematisierten. So wurde einmal mehr deutlich, dass der Rechtspopulismus der 1930er Jahre auch bei den Menschen hier in Stuttgart und Württemberg verfing, denn wie sich zeigen sollte, ging die NSDAP aus dieser Wahl als stärkste Fraktion hervor. 

Die Schülerinnen und Schüler schätzen bei diesem Workshop neben den inhaltlichen Erkenntnissen auch die Gelegenheit, mit zeitgenössischem Quellenmaterial in Frakturschrift arbeiten zu können und dadurch eine wichtige Fertigkeit von Historikerinnen und Historiker zu schulen. 
 
 

Autor: Königin Katharina Stift

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